Grundlagen und Konzepte

NEUE WEGE DURCH NEUES WISSEN

Grundlagen des systemisch-resonanzbasierten Beratungsansatzes

Wir müssen die Welt neu denken, wenn wir die Herausforderungen der kommenden Jahre an Unternehmen, Organisationen, politische Institutionen, an uns alle, meistern wollen.

 

Es sind die gelungenen Veränderungsprozesse, die die Überzeugung in uns festigen, dass wir uns von vielen unserer festgefahrenen Vorstellungen darüber, wie wir und unsere Welt funktionieren, verabschieden müssen. 

Sie scheinen überholt und auf fehlerhaften Annahmen über die Wirklichkeit zu basieren. Wir brauchen neue Modelle und sehr viel Mut, um solche Gedanken in den Alltag zu bringen. 

Mut gepaart mit Demut und schöpferisch- innovativen Ideen.

Erfahren Sie mehr zu den Hintergründen unserer Arbeit im Einführungsvortrag zu unseren fi-Führungswerktätten:

Die Grundlagen unseres systemisch-resonanzbasierten Ansatzes haben wir in den modernen Naturwissenschaften gefunden:

Rupert Sheldrake war einer der ersten, der in der Biologie feldtheoretisches Denken einführte und mit seiner Formbildungshypothese Resonanz als einen wesentlichen Prozess bei der Bildung spezifischer Formen in der Natur beschrieb. In seinem neuesten Buch “Der Wissenschaftswahn - Warum der Materialismus ausgedient hat“, legt er dar, wie sehr gerade wissenschaftliches, universitäres Denken in tradierten Dogmen verhaftet ist und wie schwer es fällt, sich von ihnen zu lösen.

Hans-Peter Dürr, Quantenphysiker, ehemaliger Direktor des Max Planck Instituts für Physik in München, langjähriger Mitarbeiter von Werner Heisenberg und Träger des alternativen Nobelpreises wird nicht müde, in seinen vielen Büchern und Vorträgen zu erläutern, welche Möglichkeiten uns die Physik gibt, uns auf ein neues Weltbild einzulassen, in dem alles mit allem verbunden ist. In einem seiner neueren Bücher „Warum es ums Ganze geht - Neues Denken für eine Welt im Umbruch“ bekennt er: „Die Grundlage der Welt ist nicht materiell, sondern geistig“.

Die Hirnforschung hat uns aufgezeigt, dass diese Verbundenheit mittels unserer neuronalen Prozesse stattfindet. Joachim Bauer ist einer der Autoren, der in seinem Buch „Warum ich fühle, was Du fühlst“ sehr klar aufzeigt, wie sehr wir über die neurologischen Prozesse der Empathie in Verbindung mit unserem Mitmenschen stehen.

Seit längerem gibt es eine umfassende Debatte in der Hirnforschung (Wolf Singer, Gerhard Roth u.a.), in der tradierte alltagspsychologische Konzepte bis hin zum freien Willen deutlich infrage gestellt werden.

Aber auch die Sozialphilosophie ist bereits dem Resonanzbegriff auf der Spur: Rudolf zur Lippe reflektiert in seinem Buch „Das Denken zum Tanzen bringen - Philosophie des Wandels und der Bewegung“ umfassend Resonanz als ordnendes Prinzip, das wir sowohl in der Natur wie auch in der Kultur, der Musik, der Kunst und im Tanz finden.

Auch Hartmut Rosa , Professor für Soziologie an der Universität Jena hat seine Aufmerksamkeit auf Resonanz gerichtet. In seinem Buch „Beschleunigung und Entfremdung“ zeigt er unmissverständlich auf, wie sehr wir einem modernen zivilisatorischen Totalitarismus der Beschleunigung durch technische Innovation und damit im Zusammenhang stehend einer Beschleunigungen des sozialen Wandels und der individuellen Lebenstempi unterworfen sind. Auch er sucht die Antwort auf diese Beschleunigungsprozesse in dem, was die Physik Resonanz nennt.  

2005 eröffnet David Foster Wallace seine Rede „Das hier ist Wasser! Anstiftung zum Denken“ mit einer kleinen Parabel: „Schwimmen zwei junge Fische des Weges und treffen zufällig einen älteren Fisch, der in der Gegenrichtung unterwegs ist. Er nickt ihnen zu und sagt: „Morgen Jungs. Wie ist das Wasser?“ Die zwei Fische schwimmen eine Weile weiter, und schließlich wirft der eine dem anderen einen Blick zu und sagt: „was zum Teufel ist Wasser?“   

Möglicherweise ist das „Wasser“, in dem wir leben, ein Meer aus vielfältigen und vielschichtigen Resonanzprozessen und Resonanzmustern. Wir nehmen das für unsere Arbeit an und gründen auf dieser Annahme unseren systemisch-resonanzbasierten Beratungsansatz.

 

RESONANZ ERWEITERT DIE MÖGLICHKEITEN SYSTEMISCHER BERATUNG

„Nichts ist so praktisch, wie eine gute Theorie“ Kurt Levin

 

So, wie wir uns daran gewöhnt haben, dass die Luft durchsichtig ist und wir uns in ihr bewegen, ohne sie in besonderem Maße zu spüren, so haben wir uns auch daran gewöhnt, dass Entwicklung permanent stattfindet. Doch für die Organisationsberatung geht es sehr zentral darum zu verstehen, wie die Entwicklung sozialer Systeme zu gestalten ist - oder wie wir auf Entwicklungsprozesse Einfluss nehmen können... Gerade in sehr komplexen Problemlagen weitreichender Dynamiken erleben wir die Grenzen traditioneller systemischer Beratung. Und wir haben uns auf die Suche nach neuen Erkenntnissen und Ideen für neue Ansätze begeben.

Die Quantenphysik führt uns in eine Welt aus Wellen und Feldern. In dieser Weltsicht ist Materielles nur eine Organisationsform. Die Welt und darin wir Menschen eingeschlossen, ist gleichermaßen ein großes Meer aus Wellen, die sich überlagern, Muster bilden und in diesen Bewegungen Energie und so nehmen manche Physiker heute an, auch Informationen übertragen und unbegrenzt speichern können. Das bedeutet, dass wir mit sehr viel mehr Informationen im Kontakt sind, als wir es uns vorstellen und vorstellen können.

Technisch erleben wir es ja bereits Tag für Tag. Es ist uns zur Selbstverständlichkeit geworden, dass uns die Information eines Anrufes mobil erreicht und wir Fotos und ganze Dateien durch die Luft versenden können. Internet, Radio, Fernsehen, viele technologische Neuerungen in der Medizin und der Logistik basieren auf dem Wissen über das Funktionieren von Feldern und Resonanz.

Dabei meint Resonanz erst einmal einfach das Übertragen von Energie von einer auf eine andere Welle. Viele Wellen überlagern sich, bilden Wellenmuster/ Resonanzmuster und Felder. Und wir gehen davon aus, dass die Fähigkeit zur Resonanz auch für uns Menschen so etwas ist, wie ein unbewusster, von der Evolution angelegter Kompass, mit dessen Hilfe wir uns in der Welt orientieren. Zumindest können wir dieser Annahme folgen, denn auch die Neurophysiologie bestätigt, dass unser Gehirn, unsere DNA und unser gesamtes Organsystem in hohen Anteilen über Resonanzprozesse funktionieren. Das Übertragen einer Information z.B. vom Auge über das Gehirn bis zum großen Zeh würde viel zu viel Zeit benötigen, wenn es über ein fortlaufendes Impulsweiterleitungssystem (analog einer Staffelstabübergabe) funktionieren würde.

Was aber bedeutet das für Organisationsprozesse?

Wenn wir diesen Erkenntnisstand der Physik ernst nehmen und sie für die Organisationsberatung anwenden, dann bedeutet das, dass

  • wir Organisationen als ein hoch komplexes Feld gespeicherter und aktiver Informationen verstehen können,
  • wir mit diesen Informationen kontinuierlich in unbewussten Austauschprozessen stehen,
  • dieser Austausch auf Resonanz basiert
  • diese Resonanzprozesse uns, unser Wahrnehmen, Fühlen, Denken und Handeln mehr bestimmen, als uns bewusst ist,
  • sie in ihrer hohen Komplexität vom Einzelnen her nicht oder nur eingeschränkt zu steuern sind, sie nicht orts- und zeitgebunden sind.

Resonanzbasierte Organisationsberatung nutzt das Erkennen und Korrigieren von wirksamen Resonanzmustern für eine nachhaltige Gestaltung von Veränderungsprozessen in Unternehmen.

Die Kunst, Dynamiken zu erkennen und nutzbar zu machen

"Die Bewegungen des Lebens ereignen sich immer in einem Spannungsfeld, also einem Zwischen. Wir bewegen uns zwischen den Anlagen in uns, den Möglichkeiten um uns, die auf uns warten und der jeweiligen Wirklichkeit, die alles begrenzt." R. zur Lippe

Dynamiken sind Verstärkerwirkungen. Wie die Luft sind sie unsichtbar. Wir erkennen sie an ihren Auswirkungen. Starke Luftbewegungen zeigen sich in Wind oder Sturm. Und wie der Wind haben auch Dynamiken verschiedene Richtungen und unterschiedliche Stärken. Sie folgen einer ganz eigenen Logik. Häufig verzahnen sie eine Vielzahl von Problemen so, dass daraus sehr komplexe Problemfelder werden. Sie setzen umfangreiche Kettenreaktionen in gang. Schließen sie sich zu Kreisläufen zusammen, wirken sie wie Unendlichkeitsschleifen. Das nennt man dann zirkuläre Dynamiken. Es sind die komplexen Dynamiken, die uns das Gestalten von Veränderungen oder notwendigen Entwicklungen häufig so schwer machen. Dilemmasituationen, Sackgassengefühle, diffuse Problemlagen oder auch hoch eskalierte Prozesse lassen sich häufig nur über das Identifizieren der in ihnen wirksamen Dynamiken wirkungsvoll gestalten. Sie sind wie ein Generalschlüssel für scheinbar ausweglose, verfahrene Situationen. Wir versuchen, die in der konkreten Problemsituation wirksamen Dynamiken zu identifizieren und suchen nach Ansätzen, sie zu unterbrechen: 

  • komplexe Konfliktdynamiken
  • Widerstandsdynamiken
  • Machtdynamiken
  • Kränkungsdynamiken
  • Kollapsdynamiken
  • Schuld- und Versagensdynamiken
  • Täter-Opfer-Dynamiken
  • Positionsdynamiken
  • ...